März im Botanischen Garten Wien. „Hänsel und Gretel“ sind schon da!

Die leuchtend gelben Blüten auf diesem Bild gehören zu den Winterlingen, einer der ersten Blütenpflanzen, die den Frühling ankündigen. Sie trotzen der Kälte und blühen oft schon im Februar, manchmal sogar, wenn noch Schnee liegt!
🌱 Tipp für Gärtner: Wenn du die Winterlinge in deinem Garten ansiedeln möchtest, streue die Samen im Herbst aus. Mit etwas Geduld breiten sie sich von selbst aus und bilden wunderschöne gelbe Blütenteppiche.
In den Wintermonaten lassen die Singvögel uns Beobachter näher an sich heran. Grund dafür ist eine simple Effizienzrechnung: In den kalten Monaten ist das Risiko, wegen Energiemangel zu sterben viel höher, als Opfer eines Predators zu werden. Daher setzen sie weniger Fluchtaktionen.
Dieses Rotkehlchen rastete in der Nähe eine Futterstation im Erholungsgebiet Laaer Wald
Im Mai 2022 beobachtete ich ein plötzliches und massenhaftes Auftreten von Marienkäferlarven (Coccinellidae). Von Aussehen und Färbung her handelt es sich offenbar um Harmonia axyridis, dem Asiatischen Marienkäfer, der als Invasionsart die heimischen Coccinellidae verdrängt. Eine der Larven beobachtete ich, als sie ein gelbes Objekt in den Kiefern hielt und immer wieder hochklappte.
Zunächste dachte ich, es wäre ein Beutetier, aber bei näherer Betrachtung erwies es sich als die leere Puppenhülle eines Artgenossen. Was hatte sie damit vor? Verzehren die Larven die Hüllen, um an die verbleibenden Nährstoffe zu gelangen?
Altweibersommer im Botanischen Garten, die letzten warmen Tage im Frühherbst. Rohrkolben sind immer ein schlichtes und gefälliges Motiv, aber diese Langfühlerschrecke hat es sich in der Nachmittagssonne bequem gemacht und gibt natürlich einen schönen gründen Kontrapunkt zum sonst streng gegliederten Bildaufbau
Wien ist immer für eine faunistische Überraschung gut. Graureiher fühlen sich wohl im 18. Bezirk, im Türkenschanzpark. Die Teiche sind bevölkert von Enten, Teichhühnern und eben Graureiher, die in den Nachmittagsstunden ihre Runden ziehen.
Den Großen Buntspecht kann man von seinen Schwesterarten am besten durch den durchgehenden schwarzen Streifen vom Schnabel zum Hals unterscheiden.